Haben sie ihrer Ausweidung schon zugestimmt?

Das Ausweiden gehörte im europäischen Mittelalter zu jenen Todesstrafen, welche für Hochverrat oder Falschmünzerei angewendet wurden. Heutzutage wendet man diese Hinrichtungsart zum Beispiel in China bei den Falun-Gong-Praktizierenden „Regimegegnern“ an. Jedoch werden diese spirituellen Menschen nicht nur aus politischen Gründen hingerichtet, nein, sie werden bei lebendigem Leibe (oft ohne Betäubung) ausgeweidet und ihre Organe vor allem ins reiche Ausland, darunter auch Europa, verkauft. Wahrscheinlich ein sehr lukratives Geschäft.

Auf EU-Ebene propagiert man in der Zwischenzeit, gemeinsam mit dem sogenannten „Recht auf Tod“, die Errungenschaften der Organtransplantation um Sterbende oder deren Angehörige dazu zu ermuntern, im Falle des sogenannten „Hirntodes“ einer Ausweidung des sterbenden Körpers zuzustimmen.

Vielen Menschen ist derzeit nicht bewusst, da auch von der Schulmedizin nicht weiter erwähnt, dass diese für hirntot erklärten Menschen nicht wirklich tot sind, sondern eben im Sterben liegen und dank der modernen Technik am Leben gehalten werden. Der Körper wird mit Medikamenten vollgepumpt, welche das Überleben des Sterbenden bis zu seiner Ausweidung garantiert: die Zufuhr dieses Medikamentencocktails, welche sozusagen der Konservierung des Körpers dient, verhindert von vornherein die Chance, dass der Patient wieder aufwacht.

In der Zwischenzeit wird den Angehörigen des Sterbenden weisgemacht, dass der warme und lebendige Körper tot sei: in dieser Situation wird vom Ärzteteam weiterer psychischer Druck auf die Angehörigen des Sterbenden aufgebaut, um die Zustimmung zur Ausweidung ihres geliebten Familienmitgliedes zu erhalten. Hat man die Zustimmung bekommen, wird der Körper von den Medikamenten gereinigt. Bei der größten Operation seines Lebens eines jeden zur Ausweidung freigegebenen Sterbenden, werden all jene Organe entnommen, welche zu dieser Zeit eben benötigt werden. Sollte der Patient während der Operation versterben, wird dieser wiederbelebt, weil Organe eben nur aus einem lebenden Körper entnommen werden können.

Ebenfalls wird von der Schulmedizin nicht weiter erwähnt, dass die Organempfänger ihr Leben lang Medikamente einnehmen müssen, welche eine Abstoßung des implantierten Organs hinauszögern, da die implantierten Organe im Laufe des weiteren Lebens des Organempfängers meist ein oder mehrmals ausgetauscht werden müssen.

Die aktuellen europäischen Gesetze bestimmen, dass ein Mensch für tot erklärt werden kann, wenn dessen Hirntod eingetreten ist, also das „irreversible Ende aller Hirnfunktionen bei vorhandener Kreislaufaktivität“. Diese Gesetze ermöglichen es den Ärzten die Organe des Sterbenden mit Maschinen künstlich lebendig zu halten.

Der lebende Körper eines Sterbenden wird also vom Gesetzgeber für tot erklärt und der Körper des Toterklärten, laut geltendem Recht, dem Eigentum „des Staates“ übertragen. Derzeit propagiert man europaweit die Widerspruchsregelung: sollten sie also keine Patientenverfügung haben oder ist darin ihre Organentnahme nicht geregelt, werden sie zukünftig also automatisch als Organspender aufscheinen.

Renate Greinert ist Vorstand des Vereins „KAO – Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO e.V.“

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